Menschen in veränderten Bewusstseinszuständen und Koma auf der Intensivstation
Kommunikation - Lebensprozessförderung - Therapie - spirituelle Begleitung - Forschung
multiprofessionelles wissenschaftliches Forum
Seelsorge- Medizin - Pflege - Psychologie - Therapie

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Eine Initiative im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

"Wir gehen zwar davon aus, dass der Patient im [Wach]koma bewusstlos ist, weil wir nicht mit ihm kommunizieren können, sind uns aber darüber im Klaren, dass wir über mögliche endogene Prozesse nicht sehr viel wissen und deshalb auch nicht absolut sicher sein können, dass Erfahrungen der Umwelt bei einem Patienten im [Wach]koma ausgeschlossen sind"
Adam Z. J. Zeman, Neurologe, University of Cambridge, 1996
"Das Universum der Wissenschaft gründet als Ganzes auf dem Boden der Lebenswelt, und wollen wir die Wissenschaft selbst in Strenge denken, ihren Sinn und ihre Tragweite genau ermessen, so gilt es allem voran, auf jene Welterfahrung zurückzugehen, deren bloß sekundärer Ausdruck die Wissenschaft bleibt"
Maurice Merleau-Ponty, Philosoph, 1966
"Die Zurücknahme der Lebenstätigkeit eines Menschen auf die tiefen Ebenen eines Komas ist ein aktiver Prozess"
Andreas Zieger, Neurochirurg, Universität Oldenburg 1992
"In früheren Zeiten waren es Schamanen und Mystiker, die das 'Land' jenseits unserer Alltagswelt betraten. Sie taten es, weil sie dafür ausersehen waren, geschult sowie geprüft wurden und einer besonderen Berufung folgten. Heute werden durch die modernen medizinischen Möglichkeiten Menschen mit den fremden Erfahrungen jenes Landes konfrontiert, die in keiner Weise darauf vorbereitet sind und denen die Gesellschaft jede Unterstützung verweigert, da sie a priori die Wirklichkeit jenes Landes leugnet oder dieses Wissen zumindest nicht mehr im Schatz der unmittelbaren kulturellen und individuellen Erfahrung als Lebens-, Deutungs- und Verstehenshilfe bereithält."
Thomas Kammerer, Klinikpfarrer, Klinikum der Universität München, 2005
"Mit Ausnahme der Patienten mit schwersten organischen Hirnschäden sind alle komatösen Menschen, die ich erlebt habe, erwacht und haben verbale Mitteilungen über mächtige Erfahrungen gemacht. Selbst solche mit einem ausgedehnten organischen Hirnschaden reagierten mit nonverbalen Signalen auf die prozessorientierten Interventionen. Diejenigen jedoch, die keinen schweren Hirnschaden hatten, erwachten und bewältigten ihre unvollendeten Aufgaben im Hinblick auf das Lernen und die Liebe. Manche starben, während andere das Krankenhaus verließen und zum Leben zurückkehrten. Die meisten überschritten die gewohnten Vorstellungen von Leben und Tod, und einer von ihnen begab sich sogar auf eine Kreuzfahrt zu den Bahamas."
Arnold Mindell 1989, Gründer der Forschungsgesellschaft für Prozessorientierte Psychologie
Medicus curat, natura sanat (Hippokrates)
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