| „Und wer kümmert sich um die Angehörigen?“ |
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| Written by Thomas Kammerer |
| Wednesday, 18 November 2009 09:32 |
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There are no translations available. Wissenschaftliche Studie am Klinikum der Universität München zur psychischen Belastung und Zufriedenheit der Familienangehörigen von Patienten der Intensivstation.
Da im deutschsprachigen Raum bisher noch kaum Studien zu diesem Thema vorliegen, wurden im vergangenen, Jahr im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Klinikum der Universität München und dem Department Psychologie, Lehrstuhl Klinische Psychologie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München, zwei Diplomarbeiten zu dieser Thematik durchgeführt. Hierzu wurden die Angehörigen aller im Zeitraum Januar 2006 bis Dezember 2007 verstorbenen Patienten der Intensivstation angeschrieben und um Teilnahme gebeten. Sie erhielten ein umfangreiches Fragebogenpaket (Fragen zu soziodemographischen Daten, zur Zufriedenheit mit der Behandlung und Betreuung in der Intensivstation und zu eigenen körperlichen und psychischen Beschwerden). Insgesamt erklärten sich 54 Familienangehörige bereit, an der Befragung teil zu nehmen. Es stellte sich heraus, dass ein Großteil der Familienangehörigen durch die Intensivstationserfahrung psychisch sehr belastet war. So erfüllte fast die Hälfte der Angehörigen alle Kriterien für die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung, einer psychischen Auffälligkeit, die nach einem sehr belastenden Ereignis, wie eben der Tod eines nahen Angehörigen, auftreten kann. Über ein Drittel der untersuchten Personen hatten deutlich erhöhte Angstwerte und mehr als ein Viertel neigten zu depressiven Symptomen, d.h. zu einer Stimmungslage, die deutlich niedergedrückt ist und mit sehr starker Traurigkeit einhergeht.. Auch in anderen psychischen Bereichen (hier vielleicht noch ein paar Beispiele erwähnen?) zeigten sich belastungsbedingte Auffälligkeiten. Die Untersuchung konnte zeigen, dass die psychische Belastung annähernd gleich ist, unabhängig davon, ob die Angehörigen lebenswichtige Entscheidungen bzgl. des Patienten treffen mussten oder nicht. Andererseits zeigen die Ergebnisse aber auch, das Angehörige, die Entscheidungsträger waren, mehr einer psychischen Auffälligkeit leiden, die als „Komplizierte Trauer“ bezeichnet wird. Diese ist eine besonders schwere Trauer, die auch lange Zeit nach dem Tod des Angehörigen andauert, durch sehr starke Gefühle (Wut, Schuld, Angst), Impulse sich zurückzuziehen und sogar durch Schwierigkeiten beim Essen und Schlafen gekennzeichnet sein kann. Gleichzeitig offenbarten die meisten Familienangehörigen, unabhängig von der Beteiligung an Entscheidungsprozessen, eine hohe Zufriedenheit mit der Behandlung des Patienten und ihren Erfahrungen auf und mit der Intensivstation. Die Zufriedenheit war hierbei in großen Teilen unabhängig vom Ausmaß der empfundenen psychischen Belastung. Es tut sich die Frage auf, ob es vermeidbare Stressoren für Angehörige gibt und wie die Belastung während der Behandlung des Patientenauf Intensivstation aufgefangen bzw. gemildert werden können. Hierzu sind weitere Untersuchungen notwendig. Auf alle Fälle aber zeigt sich, dass auch Angehörige von Intensivpatienten gefährdet sind, gesundheitliche Folgeschäden davonzutragen. Daher gebührt auch ihnen ein besonderes Augenmerk im Gesundheitsauftrag der Kliniken.Sophie Wiedner Silvia Delfs Markos Maragkos Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München Thomas Kammerer, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München |
| Intensivtraining für SeelsorgerInnen |
There are no translations available. Traumland IntensivstationAls Seelsorger(in) zwischen den WeltenFachfortbildung/Intensivtraining mit Praxisreflexion Am Seelsorgezentrum im Klinikum der Universität München bieten wir regelmäßig eine 2 x 5tägige Fachfortbildung in "Seelsorge auf der Intensivstation" an. Der Kurs wird in Trägerschaft des Instituts für Theologische und Pastorale Fortbildung Freising durchgeführt. Der nächste Kurs beginnt im November 2010! |
| Buch zum Thema |
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ISBN 3-8334-4586-6
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